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Die Kolumnen der Saison 2003/2004
Die Kolumnen der Saison 2002/2003

von Pierre Hatje

02.06.2006: Die Raute und der Bundesadler

Ich bin ja bekanntermaßen primär Werderfan und sekundär Fußballfan. Entsprechend kann ich dem Hype um die Nationalmannschaft nie ganz so euphorisch folgen, wie ich es beispielsweise bei einem Ligapokalspiel mit Werder-Beteiligung täte.
Aber darum soll es hier gar nicht gehen. Sondern vielmehr um die gesonderte Betrachtung der Werderaner im Dienste des Vaterlandes... naja oder eben im Dienste der Nationalelf.

Und nachdem ich mit dem heutigen Kolumbienspiel den ersten WM-Check selbst verfolgt habe und noch dazu dann die vermeindliche Aufstellung für die WM-Eröffnung hab erfahren müssen, wurde mir ja doch wieder etwas schwer ums Herz. Der von mir stets in den höchsten Tönen ge- und beachtete Boro - nicht dabei! Nach Owo's Ausbootung und Fahrenhorsts völlig unverständlicher Nicht-Berücksichtigung war ich ja noch still. Aber Boro nicht dabei?!? Frechheit.

Scheiße allerdings, daß man Schweini echt keinen Vorwurf machen kann. Der war wirklich gut drauf. Bliebe noch Ballack, aber der hat ja nen Diplomatenpass auf dem Feld. Also Schneider. Den hab ich noch nie gemocht! Mistkerl! ...aber schlecht gespielt hat er auch nicht...

Apropos "schlecht gespielt". Da fallen eigentlich nur drei, vielleicht vier Leute ein:

  1. Lehmann wuselte zu viel vor dem Tor - hatte wohl das von Ballack angemahnte "defensive Aufrücken" zu sehr mißinterpretiert... Im spektakulärer Hinsicht ist der Mann trotz aller Sympathien immer noch ein Chorknabe gegen Tim "Adrenalin" Wiese. Wer auf Unterhaltung setzen will sollte lieber beim Original bleiben! Oder bei Reinke! Na - vielleicht nächste WM...
  2. Lahm sollte lieber erstmal fit werden - ein ständiger Unsicherheitsfaktor bei dem selbst der Kommentator am meisten besorgt schien, ob er denn bitte nicht wieder auf den linken Arm fallen möge... Mir schoß mehrfach kurz Schulz als Alternative ein... aber ich bevorzuge ja auch grüne Trikots!
  3. Klose - ein Schatten seiner selbst. Hatte mindestens drei 100%ige, aus denen er im Weserstadion ein 5:0 im Alleingang gezaubert hätte (die fehlenden zwei Tore wären ihn "am grünen Tisch" wegen besonderer Schönheit der eigentlichen drei Treffer zugesprochen worden). Da kann keine Überspielung und kein Trainingslager eine Entschuldigung sein. Ganz klar: Es liegt am Gladbacher Acker-Platz! Bekanntermaßen nicht gerade Werders Lieblingsstätte...

Tja, und mit Abstrichen der vierte...? Lutscher, nicht verstecken, dazu hattest Du Dir während des Spiels schon zuviel Zeit genommen... Er sollte aus der "Baumi-Position" raus. Baumann spielt nicht bei der Nationalmannschaft (auch der nicht!) also sollte man diese Position in ehrfürchtigem Gedenken an den Kapitän frei lassen. Und Frings auf die viel bessere Position im rechten Mittelfeld stecken. Wo Schneider nicht hingehört. Sondern nur Boro! Und Frings! Zusammen! Äh... Idee

So, da sieht man's mal wieder. Alles viel zu undurchsichtig. Ballack bedauert auch schon, daß dann in der Defensive ein zu großes Loch ist, (man hätte ja den Baumann mitnehmen können... aber nein, der feine Herr Klinsmann...) auf Links müssen schon Verbandsträger anstelle von Schulle aushelfen, und die Nation fragt sich, wann denn die Mullbinden über den Platz rollen, Klose ist unzufrieden, daß nicht ein einziges Spiel im gelobten Weserstadion gespielt wird - nicht mal das Finale, und ich wundere mich, ob man nicht besser gleich den Adler vom Trikot abknibbeln sollte und versteh nicht, wer wie wo aufgestellt sein sollte. Das ist in grün alles viel einleuchtender...

Nur noch 59 Tage bis zum ersten Pflichtspiel der neuen Saison!

Euer Beck's

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von Pierre Hatje

15.05.2006: Beck´s Kolumne

Dass es mit dem zweiten Platz in Bremen nicht mit rechten Dingen zugehen kann ist ja klar. Aber wie kam es denn zu so einem Saisonfinale? Wie konnten die Bremer, die landauf-landab den allergrößten Schmuh zusammenspielen, überhaupt so weit kommen. Ein Blick in die Vergangenheit erklärt es ganz klar: Der Lemke ist schuld! Na, oder seine Aura… seine geistigen Erben. Die rote Stasi-Socke hat schon früh die Weichen gestellt, damit die Bremer heute da stehen, wo sie sind. Ganz im Sinne seiner Schulung: in purer Untergrabung und Bespitzelung. Mir ist es gelungen einige der größten Maulwürfe ausfindig zu machen und zu enttarnen…

  • Vale "the Red Card" Ismael - ein Schatten seiner selbst, konnte Agent "Karte" letztlich das Bajuwarische Schloss noch nicht ganz einnehmen. Immerhin - er entlockte Makaay auf der Meisterschaftsfeier das Bekenntnis, "völlig unverdient" Meister geworden zu sein. "Karte" wird noch weiter an der Untergrabung des Rekordmeisters arbeiten...
  • Ailton "Toni" -
    zuweilen etwas schusselig aber fleißigstes Lieschen unserer Untergrabungszunft. Zerstörte jegliche Harmonie in Gelsenkirchen, brachte ihnen zwar Geld aber keine Freude und arbeitet jetzt in Hamburg. Jüngst erfolgreich im Vorbeischießen und "heimlich mitfreuen"... Wollte beim Tor von Klasnic schon zu ihm laufen, besann sich dann jedoch seiner Under-Cover-Funktion...
  • Fabian "kein Spass" Ernst -
    spielt erfolgreich den Unglücksraben in Gelsenkirchen. Spielerisch unterirdisch opfert er im Dienste der grünweißen Sache sogar seine WM-Teilnahme.
  • Frank "Fäustel" Rost -
    ebenso wie ...
  • Raphael "the Viking" Wicky -
    ... spielt eine eher untergeordnete Rolle und wartet als "Schläfer" auf die neuen Befehle.
  • Mladen "der Kellner" Krstajic -
    Der Mann, der wegen seiner Zuverlässigkeit und Geschicklichkeit im "Jonglieren wildester Dinge" seinen Spitznamen erwarb, sorgte vor allem zum Saisonende für die Leistung Schalkes. Diverse "Zipperlein" hemmten ihn, verhinderten aber nicht, daß er vor allem im UEFA-Cup-Halbfinal-Hinspiel ordentlich zulangte. Stellte mit seinem Platzverweis die Weichen auf ein "endliches Aus" der Gelsenkirchner.
  • Rudolph "Nebel" Assauer -
    Der unumstrittene König der I.M.'s. Tauchte lange unter und galt sogar bei Verantwortlichen des Mutterkonzerns als Abtrünniger. Ermöglichte mit seinen überteuerten Käufen diverser Spione aber überhaupt erst, daß die vielen Agenten in die Liga geschleust wurden. Wählte jetzt geschickt den Moment, um Schalke einen finalen Stoß zu versetzten. Die Karriere als "inoffizieller Mitarbeiter" ist zwar wegen Demaskierung gefährdet, "Nebel" wird aber sicher auch hier wieder unentdeckt untertauchen können...
  • Als Praktikant in Ausbildung: Nelson "Eiskalt" Haedo-Valdez -
    Großes Talent! Er hat sich vorgenommen, Dortmund den finalen Todesstoß zu verabreichen. Feilscht derweil, wieviel Geld er aus ihren Konsolidierungsplänen abzwacken kann um dann mit Rentenvertrag ausgestattet die Westfälischen Außenpfosten zu malträtieren...

Hoffentlich passiert mir nicht bald ein merkwürdiger Autounfall – jetzt wo ich im Dienste des deutschen Fußball-Fans einiges aufdecke.

Scheinbar besorgt den Bremsschlauch kontrollierend grüßt seit langem mal wieder,
I.M. Beck's

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